BIO Junghennen

Lohmann Braun und Lohmann Sandy

(1x pro Jahr auch alle anderen Rassen in BioQualität nach den gleichen Richtlinien erhältlich! Bitte Termin anfragen!)

 
Die Bio-Junghennen werden bei bäuerlichen Partnerbetrieben aufgezogen, in Stallsystemen mit mehreren Ebenen, sogenannten Volierenställen. Die Küken stammen aus der regionalen Brüterei. Die Junghennen haben ab der zehnten Lebenswoche Zugang zum Wintergarten. Ab der zwölften Lebenswoche dürfen diese in den Grünauslauf.
 

DER HAHN, DIE HENNE UND DAS EI

1. Die Ausgangssituation

Knauseder3Wer Legehennen hält nimmt grundsätzlich in Kauf, dass in einer Brüterei für jedes weibliche Legeküken ein männliches (Eintags-)Küken getötet wird. Diese gängige Praxis ist zwar einer breiten Bevölkerungsmehrheit bekannt, wird aber in den letzten Jahren von vielen Konsumentinnen und Konsumenten kritisch hinterfragt.
Methoden zur Geschlechtsbestimmung im Ei werden zwar mit Hochdruck erforscht, mit einer markttauglichen Umsetzung dieser Früherkennungsmethoden ist aber frühestens in 5-10 Jahren zu rechnen.

2. Die rechtliche Grundlage

Die EU hat bisher erlaubt, dass konventionell gezogene Tiere in Bio-Ställen eingestellt werden dürfen. Ab dem Jahr 2017 wird diese Möglichkeit entfallen, denn dann müssen Bio-Legeküken von Bio Elterntieren stammen. Zum Töten der Eintagsküken gibt es seitens der EU keine rechtliche Grundlage.

3. Die Grundsatzentscheidung der Eiermacher GmbH

Die Gesellschafter der Eiermacher GmbH haben im November 2014 entschieden, ihre Mitgliedsbetriebe künftig ausschließlich mit eigenen Bio-Küken zu versorgen. Auch wurde entschieden, dass in der Bio-Legehennenhaltung alle männlichen Eintagsküken aufgezogen werden sollen.
Aus diesen beiden Gründen wurde begonnen, die gesamte Produktion auf eine neue Rasse umzustellen: Das Zweinutzungshuhn „Sandy“.

3.1. Das Besondere an „Sandy“

Henne:

  • gute Eignung für Alternativhaltung mit Grünauslauf
  • gute Legeleistung und Eiqualität, gut vermarktungsfähige Eigröße
  • unterscheidbares Produkt durch Eiform und Eifarbe

Hahn:

  • gute Eignung für Alternativhaltung mit Grünauslauf
  • vital und geeignet für Biorezepturen
  • Das Lebendgewicht sollte nach neun Wochen Haltung über tausend Gramm betragen.

3.2. Die Bio-Eier von „Sandy“Sandy_Eier

Die Bio-Eier der Rasse „Sandy“ unterscheiden sich vor allem durch die Schalenfarbe von den heute verbreiteten braunen Eiern – sie sind cremefarben. Die Eischalenqulität zeigt eine hohe Festigkeit!

 

 

 

5. Die Aufzucht der Junghähne

Henne Sandy

Die Aufzucht der Hahnenküken bis zum „schlachtfertigen“ Bio-Junghahn erfolgt in Bio-Stallungen mit Grünauslauf.
Für diese Stallungen gelten grundsätzlich dieselben Richtlinien wie in der Bio- Junghennen- Aufzucht.
Die Haltungsdauer beträgt je nach Gewichtszunahme 8-10 Wochen. Aktuell wurden für das Hahnenaufzuchtsprojekt seitens der Eiermacher GmbH bereits 108.000 Plätze aufgebaut.

6. Die Fleischverwertung

Das optimale Lebendgewicht der Bio-Junghähne sollte bei der Schlachtung rund 1 kg betragen. Daraus ergibt sich ein Schlachtgewicht von rd. 700 Gramm/Tier. Die Fleischausbeute von Brust und Oberkeule beträgt ca. 300 Gramm.

Aus den Bio-Junghähnen wird primär Bio-Geflügelhackfleisch für B2B-Kunden produziert. Die Fleischverarbeiter Ihrerseits stellen aus dem Hackfleisch Bio-Geflügelwürste für den Lebensmitteleinzelhandel her. Auch werden Bio-Brathähnchen für die Gastronomie und den Lebensmittelhandel angeboten. Ein Teil der Schlachtabfälle wird als Tierfutter verkauft.

7. Die externen Kontrollen

Dieses Projekt unterliegt – wie alle Unternehmensbereiche der Eiermacher GmbH – strengsten Qualitätsvorgaben.
So wird die Brüterei mehrmals jährlich von der Bio-Kontrollstelle SGS Austria Controll-Co. kontrolliert. Ebenso müssen alle Stallungen vor der erstmaligen Kükenbelegung durch eine akkreditierte Bio-Kontrollstelle freigegeben werden. Außerdem werden im Zeitraum Mai-Juni 16 alle Stallungen einer „tierschutz“-Kontrolle durch die Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung (KAN) unterzogen. Der Geflügelschlachthof in Baumgartenberg ist sowohl BIO- als auch IFS- (International Food Standard) zertifiziert.

INFORMATION

BIO Junghennen PREISE:

Seit 2017 ist es BIO AUSTRIA Vorschrift für jede Bio Henne einen Bio Hahn zu mästen! Wir werden diesbezüglich auch von  Bio Austria geprüft!

D.h. es darf kein Hahn mehr als Tagesküken getötet werden, sondern muss für die Fleischverarbeitung aufgezogen werden!

Da allerdings die Kosten der Hahnenaufzucht nicht allein mit dem Fleischverkauf abgedeckt sind, müssen diese über die Hennen mitfinanziert werden! Daher wird pro Bio Henne ein Hahnenmastbeitrag von 5 Euro netto verrechnet. Auf der Rechnung muss dies zusätzlich mit "Brüder dieser Legehennen sind gemäß Lebensmittelkodex A8 aufgezogen" vermerkt sein.

Wir schlagen da auch nichts drauf, sondern geben den Betrag genau so weiter!

Wenn sie allerdings ihre Eier um 3 Cent pro Stück mehr verkaufen, dann ist dieser Aufpreis für sie wieder eingebracht!